Alle Wörter mit dem Buchstaben d.

Dehn-/Spannungswert
Dieser Wert definiert die Spannung, die bei einer bestimmten Dehnung des Dichtstoffes auf die Haftflächen bzw. den angrenzenden Baustoff ausgeübt wird. Dichtstoffe mit niedrigem Dehn-/ Spannungswert belasten die angrenzenden Bauteile nur gering, d. h. je geringer die Festigkeit des Untergrundes z.B. Porenbeton oder mürbe Putze, desto niedriger muss der Dehn-/Spannungswert sein. Dichtstoffe mit hohem Dehn-/Spannungswert benötigen daher auch eine hohe Untergrundfestigkeit z. B. Metall, Glas. Dichtstoffe mit hohem Dehn-/Spannungswert werden z. B. zur Aquariumverklebung eingesetzt. Beispiel: Niedriger Dehn-/Spannungswert - > 0,1 N/mm² Hoher Dehn-/Spannungswert - > 0,6 N/mm² (bei Dehnung um 100 Prozent)

Dehn-/Stauchbewegung
In der Fuge als Abstand zwischen zwei Bauelementen findet eine bestimmte Bewegung statt, die auf folgende Ursachen zurückgeführt werden kann: - temperaturbedingte Längenveränderung der Bauelemente - Schwingungen/Erschütterungen - Quellen/Schwinden Die Fugenbewegung kann in Form von Dehn- und Stauchbewegungen, Scherbewegungen und Schälbewegungen auftreten

Dehnbarkeit
Siehe Bruchdehnung.

Deklarationspflicht
Kennzeichnungspflicht nach Chemiekalienrecht.

Dichtstoff
Schließt eine Fuge gegen ein Medium ab.

Dichtstoffe
Der Dichtstoff wird als spritzbare Masse in eine Fuge eingebracht, wo er an den geeigneten Fugenflanken haftet, um die auftretenden Dehn-, Stauch- und Scherbewegungen aufnehmen zu können, ohne dabei die Funktion als Fugendichtung zu verlieren. Der Dichtstoff muss über Jahre hinaus funktionsfähig bleiben. Das ist eine Grundanforderung an alle Dichtstoffe.

Dickschichtkleben
Elastisches Kleben mit einer Klebschichtdicke größer als 3 mm.

Diffusion
Physikalischer Vorgang, bei dem Gase und Flüssigkeiten durch poröse Stoffe wandern und so ein Konzentrationsgleichgewicht herstellen.

DIN
Das DIN - Deutsches Institut für Normung e.V. - erstellt gemeinsam mit interessierten Kreisen unter Beteiligung der Öffentlichkeit und im Konsens mit maßgeblichen Fachleuten Normen, die am Stand der Wissenschaft und Technik orientiert sind. Eine DIN-Norm stellt neben evtl. anderen technischen Regelwerken zu einem Einsatzgebiet oder zu einer Qualitätsanforderung.

Dispersion
Feinst verteilte Aufschwemmung von festen Stoffen in Flüssigkeiten.

Dispersions-Klebstoffe
Zweiphasige Klebstoffsysteme, bei denen eine Phase in einer Flüssigkeit suspendiert ist.

Dosieren
Volumen- oder Masse-Einteilung von Klebstoffen. Kann (recht ungenau) von Hand oder (sehr exakt) durch automatische Dosierer vorgenommen werden.

Dreiecksraupe
Empfohlene Auftragsform eines elastischen Klebstoffs, um eine sichere Benetzung beider Fügepartner sicher zu stellen.

Druckfestigkeit
Physikalisch gemessener Wert; eine Grundform der Belastung von Klebverbindungen. Gemessen wird die Festigkeit gegen senkrecht verlaufende Druckkräfte.

Druckscherfestigkeit
Physikalisch gemessener Wert; eine Grundform der Belastung von Klebverbindungen. Gemessen wird die Festigkeit gegen gleichzeitig horizontal und vertikal verlaufende Druckkräfte.

Durchhärtungsgeschwindigkeit
Gibt die Geschwindigkeit an, mit der ein Klebstoff ausreagiert. Bei einkomponentigen Polyurethan-Klebstoffen wird diese Geschwindigkeit hauptsächlich durch die Faktoren relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur beeinflußt. Ein Standard-PU hat eine Durchhärtungsgeschwindigkeit von ca. 3-4 mm in 24 Stunden.

Durchhärtungszeit
Die Durchhärtungszeit beschreibt die Zeitspanne, die zur Durchhärtung einer bestimmten Dichtstoffschicht in mm benötigt wird. Sie ist neben der Umgebungstemperatur und rel. Luftfeuchtigkeit abhängig vom Vernetzungssystem und der Dichtstoffrezeptur. Sie verläuft nicht gleichmäßig - in größeren Schichttiefen wird sie stark verlangsamt. Die Durchhärtungszeit ist wichtig für den Verarbeiter, da ein Dichtstoff erst nach vollständiger Durchhärtung voll belastbar ist. Als Richtwert kann eine Durchhärtung von 1mm/24 Stunden angenommen werden. Die Durchhärtungszeiten von Sista Fugendichtmassen können den Produktbeschreibungen entnommen werden.

Duromere
Räumlich eng vernetzte Makromoleküle, die sich auch bei hoher Temperatur nicht plastisch verformen lassen.

Duroplast
Werkstoff, der durch eine spezielle Behandlung (chemisch oder physikalisch ausgelöst) eine chemische Reaktion durchlaufen hat und dadurch als Endprodukt kaum schmelzbar ist

 

 

Hier finden Sie Fachbegriffe aus den bautechnischen, -chemischen und -physikalischen Bereichen. Dieses Verzeichnis erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr soll es dynamisch wachsen und weiterentwickelt werden.
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